"Jeder Mensch der sich für etwas engagiert, hat eine bessere Lebensqualität als andere, die nur so dahinvegetieren."

Bruno Kreisky

Tatort Chatroom: Neuer Tatbestand Grooming verbessert Kinderschutz

Foto: Land Tirol/Berger Foto: Land Tirol/Berger

Seit 1.1.2012 gibt es in Österreich den neuen Straftatbestand Grooming. Darunter versteht man die Anbahnung von Sexualkontakten zu Minderjährigen über das Internet, die nunmehr mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren geahndet wird.
Immer öfter schlüpfen erwachsene Täter im Internet in die Rolle eines verständnisvollen älteren Freundes oder der guten Freundin, um zu ahnungslosen Kindern und Jugendlichen ein Vertrauensverhältnis aufzubauen. Die Opfer werden mit Komplimenten überhäuft. Mit Verständnis und Ratschlägen steht man ihnen anscheinend in ihrem Alltagsstress bei. Eine „Freundschaft“ entsteht. Als letzter Schritt erfolgt eine Verabredung zur persönlichen Begegnung etwa im Kino oder Schwimmbad. Insbesondere Mädchen im Alter von zwölf bis 16 Jahren werden Opfer von Grooming,
„Das Internet ist nicht nur eine beeindruckende Chance für Information, Bildung und Austausch, sondern birgt auch eine ernstzunehmende Gefahr für den Kinderschutz. Mit der neuen Bestimmung wird ein weiterer Schritt zur zeitgemäßen Bekämpfung des sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen gesetzt“, begrüßt der Jugendwohlfahrt zuständige LR Gerhard Reheis das Schließen der Gesetzeslücke. Im Zuge der Strafgesetznovelle wird auch das Betrachten pornographischer Liveübertragungen Minderjähriger mittels Web-Cam oder Phone-Cam seit 1. Jänner 2012 mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren bedroht.

Landes-Info, 18-01-2012

Flüchtlingsheim Fieberbrunn leistet vorbildliche Arbeit

Tiroler Blaulichtfahrzeuge für eine kroatische Stadt

Übergabe der Funkgeräte, von links:  Manfred Krahbichler, Landesleiter der Tiroler Bergwacht, Tomislav Stokic, Feuerwehr Pakrac, LR Gerhard Reheis. Foto: Land Tirol/Pidner Übergabe der Funkgeräte, von links: Manfred Krahbichler, Landesleiter der Tiroler Bergwacht, Tomislav Stokic, Feuerwehr Pakrac, LR Gerhard Reheis. Foto: Land Tirol/Pidner

Mittlerweile sind weit über 50 in der Werkstätte des Flüchtlingsheimes Bürglkopf reparierte Feuerwehrautos auf dem Gebiet des früheren Jugoslawiens im Einsatz: So lautet die Bilanz von LT-Präsident Herwig van Staa und dem für das Flüchtlingswesen zuständige LR Gerhard Reheis. Zuletzt wurden der Feuerwehr und dem Roten Kreuz von Pakrac drei generalüberholte Einsatzfahrzeuge sowie 81 Funkgeräte übergeben, die im Zuge der Umstellung auf den digitalen Katastrophenfunk in Tirol ausgemustert wurden. Zugute kommt das Einsatzgerät einer Stadt in Slawonien: Pakrac wurde beim Kroatienkrieg von 1991 bis 1995 nach dem Zerfall Jugoslawiens stark in Mitleidenschaft gezogen. Als Landeshauptmann hatte Herwig van Staa den Kontakt zu dieser Region begründet und in der Folge Tiroler Hilfsleistungen für Slawonien initiiert.

 

Landes-Info, 04-01-2012

Neue Regelung für das Landespflegegeld

Foto: Land Tirol/Berger Foto: Land Tirol/Berger

Die Abwicklung des Pflegegeldes wird ab 1. Jänner 2012 österreichweit vereinheitlicht: So erfolgt die Auszahlung an die rund 6.000 Tiroler BezieherInnen des Landespflegegeldes grundsätzlich über die Pensionsversicherungsanstalt (PVA). Ausgenommen davon sind pensionierte öffentlich Bedienstete wie Landes-, GemeindebeamtInnen oder LandeslehrerInnen, die künftig beim Pflegegeld von der Versicherungsanstalt der öffentlich Bediensteten (BVA) betreut werden. Die Akten wurden den zuständigen Stellen bereits übermittelt und alle BezieherInnen schriftlich über die neue Regelung informiert.

Die bisherige Landesförderung für Kurzzeitpflege zur Entlastung pflegender Angehöriger wechselt ebenso zum Bund: Alle Anträge und Anfragen sind in Zukunft an das Bundessozialamt (Tel. 0512/563101-7095) zu richten. Das Land Tirol gewährt bis zur Pflegestufe 2 finanzielle Unterstützung für eine remobilisierende Pflege - nach einem unerwarteten Krankenhausaufenthalt infolge etwa eines Schlaganfalles oder Oberschenkelhalsbruches.

„Das Pflegegeld soll dazu beitragen, ein selbstbestimmtes und nach den persönlichen Bedürfnissen orientiertes Leben zu führen. Österreich ist das einzige Land weltweit, in dem 5,2 Prozent der Bevölkerung Pflegegeld beziehen“, sagt LR Gerhard Reheis. Mit der Pflegegeldreform, die mit 1. Jänner 2012 umgesetzt wird, werden bisher 300 auf acht Verwaltungseinrichtungen zusammengelegt. „Es geht darum, dass vom Bodensee bis zum Neusiedlersee endlich einheitliche Standards gelten und dadurch kürzere Wartezeiten für die Betroffenen möglich werden“, so Reheis.

Für weitere Informationen stehen die PVA (Tel. 050303) und die BVA (Tel. 050405-16390) zur Verfügung.

Landes-Info, 01.01.2012

Ein Türöffner zu den neuen TirolerInnen

Hannes Gstir (re.), Leiter der Integrationsstelle des Landes, und LR Gerhard Reheis. Foto: Land Tirol/Schwarz Hannes Gstir (re.), Leiter der Integrationsstelle des Landes, und LR Gerhard Reheis. Foto: Land Tirol/Schwarz

Vor zehn Jahren beschloss die Tiroler Landesregierung, eine Koordinationsstelle für die Integration von AusländerInnen einzurichten. Beim Start legte das kleine Team unter Leitung von Hannes Gstir besonderes Augenmerk auf Deutschkurse, Lernhilfe oder Unterstützung beim Einstieg in den Arbeitsmarkt. Dazu hat sich mittlerweile als weiterer Schwerpunkt die Bewusstseinsbildung der einheimischen Bevölkerung gesellt: Unter dem Motto „Vielfalt bedeutet auch Chancen“ wird ein negativ besetztes Bild von Migration und Integration in der Öffentlichkeit korrigiert.

Rund 700.000 Menschen leben in Tirol, etwa 100.000 von ihnen haben Migrationshintergrund. Viele “neue“ TirolerInnen haben ihren Platz in der Gesellschaft bereits gefunden: Sie sprechen Deutsch, arbeiten, erziehen Kinder – und sie identifizieren sich mit der neuen Heimat Tirol. „Integration bedeutet aber auch, dass wir Einheimische uns gegenüber dem Neuen und Fremden nicht verschließen – und diese Funktion eines Türöffners zeichnet die Arbeit der Integrationsstelle des Landes Tirol seit zehn Jahren aus“, gratuliert LR Gerhard Reheis zum Jubiläum.

Das Landeskonzept „Integration mit Zugewanderten in Tirol“ soll das Potential der Zuwanderung bewusst machen, ohne dabei die damit verbundenen Herausforderungen und Probleme zu verkennen. Die Einbindung der Tiroler Gemeinden ist bei dem so ausgelösten und breit angelegten Entwicklungsprozess von zentraler Bedeutung: Inzwischen erfolgte bereits die Vernetzung mit den Integrationsbeauftragten in den Gemeinden. Im heurigen Dezember ist die Wanderausstellung „Vielfalt daheim in Tirol“ zu Ende gegangen, die Menschen mit Migrationshintergrund in acht Orten zu Wort kommen ließ. „Migration und Integration müssen als Normalität auch der Tiroler Gesellschaft begriffen werden, die schon immer Zu- und Abwanderung erlebte“, fasst Hannes Gstir zusammen. Gedankenanstöße dazu bietet auch der zuletzt präsentierte Tiroler Integrationskalender 2012, der kostenlos erhältlich ist (Tel. 0512/508-2858, E-Mail juff.integration@tirol.gv.at).


Landes-Info, 28-12-2011

Anzahl der AsylwerberInnen in Tirol ist 2011 leicht angestiegen

Foto: Land Tirol/Berger Foto: Land Tirol/Berger

Die zuletzt in ganz Österreich steigende Zahl von Flüchtlingen findet auch in Tirol ihren Niederschlag: In Tirol wurden seit heurigem September 350 neue AsylwerberInnen in die Grundversorgung aufgenommen. Damit befinden sich derzeit insgesamt 1.302 Flüchtlinge in Betreuung und die mit dem Innenministerium vereinbarte Quote wird in Tirol zu 85 Prozent erfüllt. Allein Mitte Dezember sind 39 AsylwerberInnen aus den Erstaufnahmestellen Traiskirchen und Thalham in Tirol angekommen. „Menschen, die auf der Flucht sind und eine neue Lebenschance suchen, bleiben die 18 Tiroler Flüchtlingsheime nicht verschlossen“, stellt dazu LR Gerhard Reheis fest: „Das ist nicht nur jetzt zur Weihnachtszeit eine humanitäre Verpflichtung.“ Flüchtlingskoordinator Meinhard Eiter steht vor einer Herausforderung: „Wir müssen in den Heimen enger zusammenrücken, um die Neuankömmlinge bestmöglich unterzubringen.“ Außerdem appelliert er an die Bevölkerung, Mietwohnungen für Flüchtlinge mit Aufenthaltstitel zur Verfügung zu stellen, um in den Heimen Platz für AsylwerberInnen zu schaffen.

Landes-Info, 23-12-2011

Die Tiroler Landesregierung

 

mehr